Doku des Alltags: Eisenbahn in der BD München
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Allgäubahn & Mittelschwabenachse
München — Geltendorf — Buchloe

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Abzweig Steinwerk | Bk Steinwerk | BÜ Steinwerk (km 19,0 – km 20,1 / km 0,0)

1. + 2.) Sbk 107 beim km 20,0, gleichzeitig Deckungssignal für den BÜ Steinwerk im Hintergrund. Beim km 19,8 (also im Rücken des Betrachters) war der Abzw. Steinwerk. Auch wenn der Münchner Nordring heute faktisch in Olching beginnt, springt die Kilometrierung beim früheren Abzw. Olching Ost von km 3,5 auf km 6,7. Somit ist bis heute hier der Nullpunkt des Nordings, der in München-Trudering mit dem km 33,5 endet.

Gegenüber ist das namensgebende Werksgelände zu sehen. Ursprünglich befand sich hier ein Kalksandsteinwerk. Ab 1943 betrieb die in Memmingen ansässige Firma Josef Hebel hier in Emmering ein Zweigwerk für Porenbeton. Links ist noch die Laderampe des dortigen Anschlusses (Metall- und Gußwerk Sommer) zu sehen. Das Gleis war an das Streckengleis nach München angeschlossen und wurde von Fürstenfeldbruck aus per Sperrfahrt bedient. Von 1978 bis 1986 war dort die Dampflok 44 381 hinterstellt, die heute als Exponat im BEM Nördlingen steht.
3.) Der BÜ Steinwerk beim km 20,083. Rechts vom Bahnübergang befand sich der Bk Steinwerk. Als Schrankenposten blieb die Betriebsstelle bis in die 1970er Jahre besetzt, dann wurde der Bahnübergang automatisiert. Bilder von der Blockstelle sind mir keine bekannt.

Der Bahnübergang wurde wiederum 2010 im Zuge auf die Umstellung auf ESTW modernisiert. Ebenso wurden die alten Selbstblocksignale durch Ks-Signale ersetzt.

4. + 6.) Die alte Schranken- und Lichtzeichenanlage in Aktion.
7.) Hier findet gerade die Modernisierung des BÜ statt. Hier ist auch noch der Stein vom km 20,1 zu sehen, der die Position der früheren Blockstelle Steinwerk darstellt.
8. + 9.) Relikt aus der NS-Zeit. Diese Straßenbrücke überspannte die Bahnstrecke nach Olching. Über sie sollte die Straße von Emmering nach Olching und Eichenau verlegt werden. Weder auf der Straße, noch auf der eingleisigen Strecke war viel Verkehr. Wozu ein solch monumentales Bauwerk mit einer noch dazu sehr schmalen Fahrbahn hier in die Landschaft gesetzt wurde, wussten wohl auch nur die Erbauer. Auf manchen topografischen Karten der 40er Jahre führt die Straße über die Brücke, auch die beidseitigen Rampen lassen sich heute noch nachvollziehen. Dass die Brücke jemals befahren wurde ist eher unwahrscheinlich, denn die Straße führte weiterhin über einen schienengleichen Bahnübergang.

Möglicherweise fanden auf der Bahnstrecke auch Häftlingstransporte des KZ Dachau statt, jedoch scheint das nicht genau belegbar zu sein.
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