Doku des Alltags: Eisenbahn in der BD München
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Grafing Bf — Ebersberg — Wasserburg (Inn) Bf — Wasserburg (Inn) Stadt
Ebersberg (Oberbay)

Grafing Bf | Grafing StadtEbersbergSteinhöring – Tulling – Forsting – Brandstätt – EdlingWasserburg BfWasserburg Stadt
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1.) Ein Vormittag im Mai. Die S4 aus Geltendorf, wo sie um 8:20 abgefahren war, ist gerade an ihrem östlichen Endpunkt angelangt. Hier endet der Fahrdraht. Anschluß ins 18,7 Bahnkilometer entfernte Wasserburg (Inn) Bf bietet der Schienenbus. Der wartet bereits am eigenen Bahnsteig am Gleis 1, nachdem er um 9:26 als erster Zug des Tages aus Wasserburg ankam.. Die Konstellation (Schienenbus-Anschluss zum MVV) war im Münchner S-Bahnnetz einzigartig.

Die Lokalbahnstrecke Grafing Bahnhof – Ebersberg wurde 12.11.1899 eröffnet und schloss die damaligen Marktgemeinden Grafing und Ebersberg (Stadterhebung 1953 und 1954) an die Hauptbahn München - Freilassing an. Zuvor wurde 1894 eine weitere Lokalbahnstrecke von Grafing Bahnhof nach Glonn eröffnet.
Die Anbindung der Stadt Wasserburg am Inn an die Bahnlinie Rosenheim – Mühldorf erfolgte am 24.12.1900. Umsteigebahnhof war in Reitmehring, der später in Wasserburg Bahnhof umbenannt wurde. Der Lückenschluss zwischen Ebersberg und Wasserburg Bahnhof erfolgte am 01.10.1905. Der Bau dieser Bahnlinie war nicht unbedingt einfach, da die Trasse zu einem großen Teil durch mooriges Gebiet verläuft, wovon der "Filzenexpress" auch seinen Namen bekommen hat.

Die gesamte Streckenlänge von Grafing Bahnhof bis Wasserburg Stadt beträgt 29,1 km. Schon in den frühen1960er Jahren endete der Dampfbetrieb und fabrikneue V100 lösten die Dampfloks der Baureihe 64 ab. Kurze Zeit darauf übernahmen schon die VT 98 den Personenverkehrs, was sich die darauffolgenden 30 Jahre nicht ändern sollte.

2.) Um 10:34 wird 798 675 abfahren. Es ist werktags die erste Leistung auf der Schiene Richtung Wasserburg. Seit dem frühen Morgen sind dagegen schon fünf Straßenbusse nach Wasserburg gefahren. Zu diesem Zeitpunkt war es um diese Strecke nicht gut bestellt.

Ein kurzer Überblick über die anschließende Topographie:

Der Bahnhof Ebersberg ist mit 563 m Meereshöhe der höchste Punkt der Strecke. Unmittelbar nach Verlassen des Bahnhofs beginnt auf den folgenden 2 km ein Gefälle. Zunächst in einer S-Kurve nach Süden, anschließend wird in einer 180°-Kehre auf einem Damm eine Senke überquert. Nach 2 Streckenkilometern ist beim km 8,0 ein Punkt erreicht, der etwa 30 m tiefer als der Bahnhof Ebersberg liegt, bei einer Luftlinie von ca. 940 m. Von dort aus verläuft die Trasse weiter nach Nordosten bis Steinhöring, dessen Haltepunkt am km 12,1 liegt und auf 510 m ü. NN.

3.) Seitenansicht mit Anschriftenfeldern und Zugzielanzeiger.
4.) Die in Ebersberg ausgestellte Fahrkarte.
4.) Die Ausfahrtsweiche liegt genau am km 6,0 ab Grafing Bahnhof. Ab hier beginnt wie oben beschrieben die Gefällestrecke in Richtung Steinhöring. Steinhöring liegt am km 12,1 und 510 m ü. NN.

Die Gefällestrecke im Detail auf Seite 2

5.) Zwei Tage später, am 28. Mai, war Fahrplanwechsel und damit begann der Probebetrieb mit niederländischen Dostos auf der S4. Hier ein Bild von Anfang Juni 1989. Der Zug mit 120 151 und der führenden 120 153 steht abfahrtsbereit auf Gleis 2. Um 16:14 geht es zurück nach Geltendorf.
6.) Zuvor erreicht noch der Nachmittags-Schienenbus aus Wasserburg den Bahnhof Ebersberg.
7.) Der Dosto-Zug hat nun schon Hp2, in 4 Minuten ist die Abfahrt.
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