Doku des Alltags: Eisenbahn in der BD München
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Bahnhof Mühldorf im ÜberblickSeite 1 | Seite 2 | Seite 3Seite 4Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10Seite 11 | Seite 12
Mühldorf im Oktober 1991, ein Samstagnachmittag.
1.) 212 037 hat den nur samstags fahrenden E 4206 aus Passau gebracht und auf Gleis 7 eingefahren. Umgehend wurde sie abgekuppelt, und rollt ins westliche Vorfeld, da sie gleich die Rückleistung, den täglich verkehrenden E 4209 bespannen wird, der jedoch auf Gleis 2 steht.

Das Bw Mühldorf war für die Lok vom 15.07.1988 bis zum 27.12.2001 das Heimat-Bw. Seit ihrer Indienststellung am 14.06.1963 war sie in Frankfurt-Griesheim, Hanau, Darmstadt, Flensburg, Lübeck, Krefeld und Augsburg beheimatet. 2002 wurde sie ausgemustert und kam dann nach Stendal.

2.) Mittels Sägefahrt rollt 212 037 nun vom Westkopf durch Gleis 3 zum Ostkopf.

Am Wochenende stehen in Mühldorf so einige Zuggarnituren herum, die nur werktags (außer Samstag) fahren, so auch der dreiteilige Wendezug auf dem Abstellgleis im Hintergrund.

3.) Endlich auf dem richtigen Gleis. 212 037 kommt langsam auf Gleis 2 herein, wo schon die drei Silberlinge des E 4209 bereitstehen.

Der hier zu sehende Packwagen steht auf Gleis 1 und hängt am Schluß des jeden Moment abfahrenden E 3444 Burghausen – München (Mühldorf ab 15:31).

4.) Hier ist sie an ihrem Wagen angelangt, und angekuppelt. Der Rangierer klettert nach vollzogener Tat schon wieder auf den Bahnsteig. Gleis 1 ist inzwischen leer, der E 3444 ist nach München unterwegs.
5.) Nun wird noch ordentlich Dampf gemacht, damit es die Reisenden schön warm haben auf ihren roten Kunstledersitzen. Im ersten Abteil des Wagens war das "dampfen" auch noch erlaubt ;-)
6.) Die Abfahrtszeit rückt näher. Um 15:38 wird der Eilzug nach Passau abfahren.

Auf Gleis 6 ist inzwischen am mechanischen Zugzielanzeiger schon der E 3468 Freilassing - Landshut aufgezogen. Für ihn ist der Bahnhof Mühldorf Spitzkehre. Hier wird von Freilassing kommend Kopf gemacht und um 16.30 gehts weiter nach Landshut. Zum Zeitpunkt der Aufnahme, kurz nach halb 4, ist der Zug gerade zwischen Freilassing und Laufen unterwegs.

7.) Und schon gehts los. Mit sattem Dieselsound setzt die V 100 ihren E 4209 pünktlich um 15.38 in Bewegung. Um 17.58 wird Passau Hbf erreicht sein. 1991 gibt es 4 Eilzugpaare auf der Rottalbahn. Plus ein weiteres am Sonntag, bzw. ein weiterer Eilzug Passau – Mühldorf am Samstag.
8.) Währenddessen steht auf Gleis 7, noch der leere E 4206. Am Ende hängt ein Hasenkasten-Steuerwagen, der am Führerstandsende noch seinen Gummiwulst besitzt und außerdem einen schwarzen Rahmen. Dabei handelt es sich um den 50 80 82-53 114, der 1985 bei den Nürnberger Jubiläumsparaden mit 141 072 unterwegs war. 1991 war er in Passau stationiert und hauptsächlich auf der Rottalbahn im Einsatz.

Gegenwärtig gab es noch 3 weitere hier eingesetzte BDn-Hasenkasten: 82-53 410, 82- 53 110 und 83-53 338, bei denen war allerdings schon der Führerstand demontiert.

9. + 10.) Der Dreiwagenzug hängt nun an der E-Heizungsstrippe, für die Rückleistung nach Passau.

Die Abfahrt des N 6913 ist erst um 18:41. Dieser Zug fährt nur samstags.

Fast unbemerkt ist inzwischen auf Gleis 6 die 218 357 durchgerollt, das Sperrsignal zeigt schon Sh 1.

11.) 218 357 gelangt nach Gleis 9, wo eine weitere n-Wagengarnitur steht.
12.) Der Rangierer hat die 218 an die drei n-Wagen gekuppelt. Gleich wird nach Gleis 1 rangiert, denn der Zug wird um 16:32 als N 4418 nach Markt Schwaben aufbrechen. Noch ist die Fahrstraße nicht frei, denn im Hintergrund nähert sich eine weitere 218 dem Bahnhof Mühldorf.
13.) Es ist 218 358 mit einer sehr kurzen Übergabe. Vielleicht aus Trostberg? Nun ist die Bahn frei für 218 357, der Rangierer ist schon am Zugende angelangt.
14. + 15.) Zwei weitere Bahnsteigimpressionen.
16.) Nach Westen hin stehen die Ausfahrtsignale der Gleise 3 - 9 parallel in einer Reihe. Hier die Signale L5, L6, L7, L8. Zusätzlich dabei: Lichtsperrsignale. Auf der Ostseite stehen dagegen mechanische Sperrsignale.
17.) Ein weiterer Blick in diese Richtung zeigt die Zusammenführung der Gleise zu den Strecken nach München und Rosenheim. Letzere war zum Zeitpunkt noch nicht wieder durchgängig befahrbar und noch ohen Personenverkehr. Links im Bild das Stellwerk Mp.

Bemerkenswert sind auch die rechts abgestellten 4 Gesellschaftswagen, mit vermeintlich vierfacher Schlußbeleuchtung, wobei die oberen Lampenpositionen funktionslos sind. Diese Wagen wurden zunächst noch mit oben liegenden Schlussleuchten gebaut, dann aber mit mittig liegenden großen Schlussleuchten ausgeliefert.

18.) Ein tiefer Einblick in den Rangierbahnhof, dessen Gleise sich am Stellwerk Mm auffächern.
19.) 290 101 zieht einen langen Güterzug aus dem Rangierbahnhof.
20.) Das Stellwerk Mb steht an der Zufahrt zum Betriebswerk. Links im Vordergrund einer der noch funkionsfähigen Brunnen, die auf jedem Bahnsteig standen.
21.) Der Bahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 weist die größte Länge auf. Rechts am Hausbahnsteig steht inzwischen 218 357, abfahrbereit mit dem N 4418 nach Markt Schwaben, Abfahrt 16:32, als Zubringer zur S-Bahn aus Erding. Die zwei abgestellten Silberlinge könnten die an Werktagen eingesetzten Wagen nach Traunstein (N 6475) sein.

Links sind nun beide Stellwerke Mm und Mb im Blickfeld.

22.) Auf Gleis 5 ist der nächste Eilzug nach Simbach angekündigt. Man beachte die Schreibweise Simbach/Jnn.

Bahnamtlich korrekt müsste der Jnn bzw. Inn in Klammern stehen.

23.) Die Ausfahrt Richtung München und Rosenheim, wo jeden Augenblick der Simbacher Eilzug auftauen müsste. Das Münchner Gleis führt direkt in Gleis 2 des Personenbahnhofs. Links daneben das Rosenheimer Gleis das in Gleis 1 führt. Ansonsten sind drei Stellwerke zu sehen:

- "Mp" – elektromechanisches Stellwerk, Bauart E 12, Güterabfertigung / Containerterminal
- "Mfw" – elektromechanisches Befehlsstellwerk, Bauart VES. Fahrdienstleiterstellwerk West
- "Ma" – elektromechanisches Stellwerk, Bauart E 43, regelt den Ablaufberg

Ganz hinten sind schemenhaft die beiden Einfahrtsignale aus Rosenheim und München zu erkennen.

24.) Und da kommt er schon, der Eilzug München – Simbach, angeführt von 218 320. An der nächsten Weiche biegt er zweimal nach links und einmal nach rechts ab und bleibt auf Gleis 5 zum stehen. Nach 6-minütigem Aufenthalt geht es um 16:26 weiter. Simbach wird um 16:55 erreicht sein.

Eines der beiden Gruppenausfahrsignalen im Rbf zeigt auch gerade Hp 2. Es gilt vermutlich dem Güterzug, der auf Bild 17 mit einer orientroten 218 bespannt zu sehen ist. Nachdem der E 3491 eingefahren ist, ist für den Güterzug die Strecke frei.

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