Doku des Alltags: Eisenbahn in München
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Der östliche Nordring
München-Daglfing

München Ost | Abzw. Zamdorf | Mü-Daglfing | Mü-Englschalking | Mü-Johanneskirchen | – Unterföhring – Ismaning
1.) Abendstimmung im Bahnhof München-Daglfing im Oktober 1989. Die Vorsignalparade am Bahnübergang der Daglfinger Straße, südlich des S-Bahnsteigs. Gegenüber das alte Bahnhofsgebäude, wo im Anbau daneben das Stellwerk des Fahrdienstleiters untergebracht war.
2.) Im allerletzten Fotolicht des wolkenlosen Oktobertages verlässt dieser 420er Daglfing auf dem Weg nach Ismaning, wo er um 17:22 ankommen wird. Abfahrt in Nannhofen (heute Mammendorf) war um 16:18. Die Linie S3 Nannhofen – Ismaning hatte eine Länge von 49 km.

3.) Die gleiche Ansicht Mittags, etwa 4 Monate später. Hier ist die doppelte und gegenläufige Kilometrierung zu sehen: km 5,4 ab München Ost für die Strecke nach Ismaning und km 30,4 für den Nordring ab Olching, wobei beim Abzweig Olching ein Kilometersprung von 3,5 auf 6,7 stattfindet. Denn der eigentliche km 0,0 des Nordrings liegt beim Abzw. Steinwerk bei Emmering an der Strecke nach Buchloe. Diese nur kurz existierende Verbindung nach Olching hat nur kurz existiert und wurde bereits 1947 wieder abgebaut.

4.) Nur wenige Augenblicke nach Abfahrt der S-Bahn kommt aus der Gegenrichtung 360 845 mit einem Güterzug von München-Milbertshofen nach München Ost.
5.) Im heftigsten Sonne/Wolken/Gegenlicht-Mix rollt 150 168 solo von München Ost kommend nordwärts.
6.) Während der Olympischen Spiele 1972 fuhr die S5 vom Olympiabahnhof über den Nordring bis München Ost und von dort weiter nach Herrsching, bzw. in diesem Fall nach Unterpfaffenhofen-Germering (seit 1992 Germering-Unterpfaffenhofen).

Der planmäßige (!) S-Bahnverkehr nach Ismaning wurde erst zum Winterfahrplan 1973/74 aufgenommen, da sich die Umbaumaßnahmen in die Länge zogen. Nachdem der Personenverkehr nach Ismaning bis 1971 vom ET 85 abgewickelt wurde, übernahmen im WiFpl 1971/72 ETA 515 vom Bw München Ost den Betrieb. Ab Sommer 72 bis Winter 73/74 gab es nur einen Schienenersatzverkehr mit Omnibussen.

7.) Eine Olympa-Sonderlinie war die S 25 von München Ost zum Olympiabahnhof. Es gab zwei Garnituren mit insgesamt 14 Wagen und einer Lok in der Zugmitte (BDnrzf 740 - 6x Bnb/Bnrzb) – BR 140 – 6x Bnb/ Bnrzb – BDnrzf 740) und nochmal zwei mit 16 Wagen. Für einen geschobenen Wendezug wäre die Wagenstärke zu hoch gewesen (max. 10 sind zulässig), daher die mittig eingereihte Lok. Mit der stolzen Zuglänge von fast bzw. über 400 m war die S 25 zu lang für die S-Bahnstationen unterwegs, die Züge pendelten daher ohne Halt zwischen den beiden Endpunkten im 20-Minutentakt.

Am 11.9.1972 (6 Tage nach dem Olympia-Attentat) verlässt ein solcher Zug mit 140 823 (Bw Oberhausen-Osterfeld Süd) gerade Daglfing Richtung München Ost. Nicht nur der Steuerwagen ist nagelneu, auch die 140 823 ist gerade 2 Monate alt (Abn. 30.6.72).

Insgesamt wurden sieben wendezugfähige 140.7 vom Bw Oberhausen-Osterfeld Süd ausgeliehen: 140 759, 140 771, 140 804, 140 823, 140 827.

8.) 17,5 Jahre später verlässt ein 420-Kurzzug Daglfing in selber Richtung.
9.) Seit 1992 fährt die Flughafenlinie S8 über den östlichen Nordring. Im April 1998 begegnet 420 930 (420 430 | 421 430 | 420 930 = letzter Triebzug der 7. Bauserie, Bj. 1993) einer zweiten "Lila Pause".
10.) Das Betriebsgebäude aus Lokalbahnzeiten mit Stellwerksanbau. Rechts das Ladegleis. Das Gleis mit dem Hauptsignal wird von den Güterzügen von/nach Trudering benutzt.
11.) 150 188 mit einem Güterzug am km 31,0. Entlang des Gütergleises stehen auch noch kleinere Tafeln mit der km-Angabe. Der Stein weiter hinten zeigt dagegen wieder die entgegengesetzte Richtung mit km 4,8 an.
12.) Wenig später folgt auf dem äußeren Gleis die solo fahrende 140 022.
13.) Die südliche Ausfahrt vom Bahnhof Daglfing. Wegen des krassen Gegenlichts ist dieses Bild nur in schwarzweiss halbwegs vorzeigbar. Links der km 4,5. Ein Stück weiter wird die A95 unterquert. Dort am km 4,2 war früher der oben erwähnte Hp Zamdorf, direkt an der gleichnamigen Abzweigstelle.
14.) Ein aktuelles Vergleichsbild, analog zu den Bildern 1.-3. und 6.

Sämtliche Güterzüge benutzen heute nur noch die Truderinger Strecke, da es vom Nordring kommend keine direkte Zufahrt mehr in den Rangierbahnhof gibt. Daher wird schon bei der Einfahrt rübergewechselt.

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