Doku des Alltags: Eisenbahn in München
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Eisenbahn in München
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Betrieb am Nachmittag des 25.7.1991, gesehen vom Bahnsteigende Gleis 26/27.

1. + 2.) Bei Theaterbeleuchtung rollt am 25.7.1991 nach 15 Uhr die 141 126-3 mit einem Leerzug nach Gleis 29. Es handelt sich um eine reine Abstellfahrt, wofür der Starnberger Flügelbahnhof als Spitzkehre verwendet wird.
3.) Der Knallfrosch surrt auf Gleis 29 herein. Wie immer lege ich gerne einen Augenmerk auf die Ausfahrsignale mit dem Signalschirm, der landläufig gerne als "Bauform 1969" bezeichnet wird, der in München Hbf jedoch schon 1964 mit Inbetriebnahme des Zentralstellwerks verbaut wurde. Die Masten haben allerdings noch eine geraden Fuß und keinen Y-Fuß, wie die späteren Signale.
4.) Kurze Zeit drauf wirds immer dunkler, das wars dann erstmal mit der Sonne. Dennoch eine weitwinklige Aufnahme mit der Hackerbrücke in voller Pracht und noch ohne "Hoch-"Bauten nördlich davon. Dort war noch die Stückgutabfertigung des Ladehofs Nord voll im Gange. Die angeschnittene 218 links werden wir gleich noch zu Gesicht bekommen.

Das mittige Abstellgleis und Gleis 27 rechts davon bilden in ihrer direkten Verlängerung die Streckengleise der "Garmischer Fernbahn". Bevor die S-Bahnstammstrecke existierte führten zwei weitere Streckengleise parallel dazu aus dem Starnberger Flügelbahnhof, die "Gautinger Vorortbahn", die über die Haltestellen Hauptwerkstätte und Laim direkt nach Pasing führte. Einen Abzweig in Laim Pbf nach Allach und Moosach gab es vor der S-Bahn nicht.

5.) 360 132-5 rangiert eine Reihe DR-Wagen über Gleis 26. Ich vermute von Vorstellgruppe zu Vorstellgruppe, denn um diese Zeit lässt sich keine entsprechende Gleisbelegung im Hbf feststellen.
6.) 141 126-3 verlässt mit ihren drei Silberlingen wieder Gleis 29. Anhand der Weichenstellungen und den Sh 1 zeigendenden Sperrsignalen im Hintergrund lässt sich feststellen, dass die Fahrt Richtung Vorstellgruppe Nord geht. An der Donnersbergerbrücke gehts also durch den Tunnel.
7.) Kurze Zeit drauf kommt 141 018-2 mit dem buntplakatierten Eilzug aus Kochel auf Gleis 31 an.
8.) Zum Gleis 26 begibt sich 141 383-0 um dort den E 3082 nach Passau zu bespannen, der seit Fahrplanwechsel am 2.6.1991 von Gleis 26 abfährt. Hier wird ein markanter Unterschied deutlich: bis zum Fpl 90/91 fuhr der E 3082 nur Freitags und hatte sein Ziel in Zwiesel im Bayerischen Wald. Abfahrt war bereits um 13:29 von Gleis 29.
9.) Die nächste Sägefahrt über Gleis 25 oder 26. 110 510-5 (Bw Dortmund 1) wurde am 10.3.1969 in Dienst gestellt und war die letzte an die DB ausgelieferte 110. Es gab nur noch eine mit einer Betriebsnummer höher: 110 511-3, eine Kastenlok, die 1985 aus 139 134 entstand.

Weiter drüben stehen zwei noch jugendliche 401er: ICE 592 ›Münchner Kindl‹ nach Hamburg-Altona und ICE 597 ›Lessing‹ aus Hamburg-Altona. Noch weiter drüben im Holzkirchner Flügelbahnhof spitzt einer der drei WGmh 854 Luna-Gesellschaftswagen hervor.

10.) Nun tritt 218 414-1 in Aktion, die vorher schon angeschnitten zu sehen war. Sie befördert den D 2003 nach Oberstdorf. Insgesamt ist der Zug mehr als 12 Stunden unterwegs. Abfahrt in Berlin-Lichtenberg war um 6:00, Ankunft in Oberstdorf um 18:10. In Immenstadt wird der Zug geteilt. 218 414 fährt mit den ersten drei Wagen als E 3734 weiter nach Lindau. Der Rest mit einer anderen 218 nach Oberstdorf.

11.) Gleich darauf reger Lokverkehr im Starnberger Flügelbahnhof. Zuerst hat sich die verbeulte 218 468-7 auf das kurze Stumpfgleis zwischen Gleis 27 und 28 begeben. 111 222-6 wartet am Ausfahrsignal von Gleis 27. Sie hatte um 14:40 den E 3009 aus Nürnberg gebracht. Der Zug fuhr um 15:25 als E 3014 wieder zurück nach Nürnberg. Von Gleis 33 fuhr um 15:26 der E 4089 nach Lenggries und Tegernsee ab und gab den Weg frei für die dahinter ausrollende Mühldorfer 218.

12.) Last-Minute-Aufnahme mit Formsignalen, Anfang Oktober 1964, wenige Tage bevor das Zentralstellwerk den Betrieb aufnahm. Auf Gleis 24 steht eine 39 vom Bw Kempten, auf Gleis 26 kommt eine E 75 herein. Am Ende des Bahnsteigs der Gleise 22/23 steht das Stellwerk 5, darunter zwei Abstellgleise. Stw 5 ist für die Gleise 19 bis 26 zuständig.
13.) Vergleichsansicht so ziemlich von der selben Stelle aus gesehen. Der Bahnsteig Gleis 26/27 ist heute wesentlich länger. Statt einer 39 war hier Gleis 24 von 101 007-3 belegt, die hier gerade mit dem München-Nürnberg-Express abfährt. Der 628 daneben steht an der Stelle, wo früher Stellwerk 5 war. Nach Erhöhung der Bahnsteige und Wegfall der Gepäckbahnsteige blieb hier nur ein Abstellgleis bestehen.
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