Doku des Alltags: Eisenbahn in München
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Eisenbahn in München
München-Pasing Pbf
- KBS 900, 960, 970, 993, 994, 995, 996 -

Stammstrecke: Pasing | Laim | Donnersbergerbrücke | HackerbrückeHauptbahnhof
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1.) Blick vom heutigen Gleis 1 auf das 2. Empfangsgebäude. 1989 war das stattliche Gebäude noch nicht renoviert. Rechts im Bild der überdachte 50er-Jahre-Durchgang zu den Bahnsteigen. Dazwischen im ehemaligen Gleisbereich ein eher provisorisches Niemandsland, das u. a. als Parkplatz benutzt wird. Schräg rechts im Hintergrund steht das 2008 abgerissene Postamt.
2.) Dieser Blick bot sich dem Reisenden bis in die 50er Jahre, wenn er am Bahnsteig von Gleis 2/3 stand. 1989 war das ehemalige Gleis 1 samt Bahnsteigkante des Hausbahnsteigs noch vorhanden. Vorne das Bürklein'sche EG mitten im Grünen. Im Hintergrund spitzt das aktuelle Bahnhofsgebäude von 1873 raus.
3.) 111 082 erreicht an einem Sommertag 1989 um 15.47 den Bahnhof Pasing auf Gleis 2 mit dem E 3614 aus Mittenwald . Die Gleise 2 und 3 sind dem Regionalverkehr über die KBS 960 und 970 Richtung Karwendel und Allgäu vorbehalten. Bis zum Hauptbahnhof verlaufen die Gleise auf ihrer eigenen Trasse und münden in den Starnberger Flügelbahnhof. Vor Laim erfolgt die Überquerung der übrigen Hauptbahngleise.
Auf Gleis 1 ist die S-Bahn Großhesselohe Isartalbf – Buchenau angeschlagen, die um 16.24 über die Verbindungskurve vom Heimeranplatz einfahren wird. Diese mit einem 420 geführte Verbindung ist zum Zeitpunkt sozusagen nachmittägliche Rückleistung des Siemenszuges N7729 Fürstenfeldbruck 6.47 – 7.22 Mü-Solln, der zum Zeitpunkt aus einem 141-geführten Wendezug bestand.
4.) Ende der 80er sind purpurrote Dieselloks auf der Allgäubahn Mangelware. Während das Bw Mühldorf noch über eine große Anzahl altroter 218 mit 300er Nummern verfügt, sind die Maschinen des Bw Kempten mit 400er Nummern ausschließlich ozeanblau-beige. Am 10. Juni 1988 hat es jedoch die Regensburger 218 220 hierher verschlagen. Sie bespannt den E 3880 München – Lindau, der um 13.12 Gleis 3 in Pasing belegt.
5.) Während die Eilzüge Richtung Allgäu allesamt Gleis 2 oder 3 benutzen, fahren die D-Züge vom Fernbahnsteig ab. 218 441 setzt sich am 12. Juli 1988 mit dem D 2166 München – Basel Bad Bf auf Gleis 9 in Bewegung. Uhrzeit 14.08, eine Stunde nach dem E 3880 nach Lindau.
6.) Spater am Tag kommt eine 140 mit einem italienischen Schnellzug vorbei. Der Zug war tagsüber in Pasing-West abgestellt
7.) Die Gleise 4 - 7 dienen ausschließlich dem S-Bahnbetrieb. In Pasing befindet sich jeweils ein Vorstellgleis am östlichen und westlichen Vorfeld, wo Verstärkungsgarnituren abgestellt werden können. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war es noch üblich, daß bei stadtauswärtsfahrenden S-Bahnzügen der hintere Zugteil nur bis Pasing fuhr und stadteinwärtsfahrende Züge in Pasing um 3 Wagen verstärkt wurden. Heute kommt das kaum noch vor, sonst müsste man die Fahrgäste stapeln.
1966, also 7 Jahre nach der endgültigen Fertigstellung* des neuen Bahnhofs, begannen erneut umfangreiche Bauarbeiten in Pasing. Für den bevorstehenden S-Bahnbetrieb mußten die Vorortstrecken aus Tutzing/Herrsching, Geltendorf und Maisach kreuzungsfrei in den Bahnhof eingefädelt werden, um einen Richtungsverkehr (stadtein-, stadtauswärts) an zwei Bahnsteigen zu ermöglichen. Die Lokalbahn nach Herrsching trennt sich erst ein Stück weiter südwestlich an der Bodenseestraße von der Garmischer Strecke. Kurz vor dem Abzweig wurde die neue Haltestelle Westkreuz errichtet, zumal dadurch die zur gleichen Zeit dort entstehende Trabantenstadt (welche die Bebauungslücke zwischen Aubing und München schloss), auch gleich einen S-Bahnanschluß erhielt.

*) 1959 war der Umbau mit der Streckenführung der Augsburger Strecke über ein schon in den Jahren zuvor gebautes Brückenbauwerk über die Zufahrt zum Abstellbahnhof abgeschlossen.
8.) 111 218 ist auf der Abstellbahn unterwegs mit einer gut gemischten Garnitur. Sieben Jahre zuvor war noch die Baureihe 144 mit diesen "niederen" Diensten beschäftigt. Danach übernahm das hauptsächlich die 140, manchmal aber auch eine 111. Dahinter das leergeräumte Gelände der Firma Weyl.
9.) München-Pasing Gbf besitzt zwar nach Osten hin einen eigenen Ablaufberg, dieser wird jedoch in den 80er Jahren kaum noch benutzt. Aus eigener Beobachtung ist mir das nur ein einziges Mal aufgefallen. Üblicherweise werden die Züge Richtung Westen ausgezogen, wie hier mit 360 133, die mit eindrucksvoller Dieselsäule wieder anschiebt. Wenn das durch den Zug verdeckte Ausziehgleis wie hier zu kurz ist, wird dafür nicht selten das Streckengleis der Güterstrecke nach Laim benutzt. Pasing Gbf war bis 1995 Knotenpunktbahnhof für die hier ausgehenden Strecken.
10.) Nachdem sich die Dieselschwade mitsamt 360 133 weiter nach hinten verzogen hat, rauscht 120 124 mit einem Intercity vorbei. Das durchgehende Hauptgleis hat keinen Bahnsteig.
11.) An den Fernbahnsteig gehts nur über ein Nebengleis. An einem regnerischen Sommertag 1988 fährt um 10.44 die 120 003 mit dem IC 694 "Kieler Förde" nach Kiel auf Gleis 9 ein. Heutzutage hält fast jeder ICE in Pasing, damals fuhren die meisten Fernzüge noch ohne Halt durch.

Vor 1979 hielten so gut wie keine Fernzüge in Pasing, auch viele Eilzüge fuhren durch. Die Ausnahmen bildeten folgende Züge (Sommer-Fpl. 1977):

IC 189 Hermes Bremen - München, München-Pasing ab 23.37 [(1)-(5)]
IC 180 Albrecht Dürer München - Bremen, München-Pasing ab 6.25 [(1)-(5)]
IC 117 Gambrinus Köln – München, München-Pasing ab 21.00 [(1)-(5)]

Außerdem die beiden D-Züge:

D 787 Lichtenfels – München, München-Pasing ab 20.05
D 714 München - Norddeich Mole, München-Pasing ab 7.18

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