Doku des Alltags: Strecken und Bahnhöfe
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Oberfranken
Hof Hbf

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Wenn man an Hof denkt, dann denkt man an die Baureihe 01. Viel geblieben war von diesem Mythos natürlich nicht, als ich vor 19 Jahren - also 18 Jahre nach dem Ende der Dampfer - zum ersten Mal in Hof war. Auch die Atmosphäre war angekratzt durch den Abriss und Neubau des Betriebswerkes und dem Verlust der alten Bahnsteigdächer und Formsignalen. Allerdings war die Dieselwelt enorm vielseitig und interessant.
1.) 614 004 steht auf Gleis 2 Nord und wird um 14:43 als Nt 8968 nach Bad Steben aufbrechen. Die Gleisnummerung ist in Hof etwas ungewöhnlich, das Gleis am Hausbahnsteig ist Gleis 2. Dann gibt es je ein Kopfgleis nördlich und südlich des Empfangsgebäudes mit der Bezeichung Gleis 1 Nord und Gleis 1 Süd.
Die Gleise der beiden Inselbahnsteige haben aufgrund der beiden Durchfahrtsgleise ohne Bahnsteig sowie der stumpfen Abstellgleise an den Bahnsteigenden die Gleisnummern 4/6 und 8/10.

Alle durchgehenden Bahnsteiggleise sind betrieblich getrennt in den Abschnitt Nord und Süd, so daß sie von zwei Zügen gleichzeitig belegt werden können. Das ist noch ein Überbleibsel aus der Staatsbahnzeit, als die Gebäudemitte des EG den Bahnhof in den bayerischen und sächsischen Teil trennte. Über Weichenverbindungen konnte jeweils am anderen Zug über das Zwischengleis vorbeigefahren werden, bzw. auch umgesetzt werden, ohne bis ins Vorfeld zu müssen. 1991 lag nur noch eine Weichenverbindung zwischen Gleis 3 und 4.
2.) Auf Gleis 1 Süd wartet diese 796/996-Garnitur auf die 37 Minuten dauernde Fahrt als Nto 8915 nach Selb Stadt.

Das Bw Hof beheimatete 1991 noch 12 Uerdinger in der modernisierten Version der Reihe 796 und drei herkömmliche Triebwagen der Reihe 798. Außerdem 19x 996 und 3x 998. Diese kamen auf der Hauptstrecke KBS 850 bis nach Weiden und über Kirchenlaibach bis Bayreuth und waren noch auf den noch im Personenverkehr betriebenen fränkischen Nebenbahnen im Einsatz.

3. + 4.) Je eine Ansicht von Steuerwagen und Triebwagen. Im Hintergrund ragt das am 22.09.1974 in Betrieb genommene Zentralstellwerk empor, das 8 mechanische und elektromechanische Stellwerke ersetzte.
5.) Auf Gleis 6 ist derweil 218 201 mit dem D 309 Berlin – München eingefahren. Er wird jedoch ohne den Görlitzer D 464 nach München weiterfahren. Dieser hat bereits 1,5 Stunden zuvor Hof verlassen. Wie auch sein Gegenzug, der D 308, führt der D 309 hinter dem Am einen Gesellschaftswagen mit sich.
6. + 7.) Nebenan rasselt 218 230 leer durch den Bahnhof ins südliche Vorfeld hinaus. Ebenfalls eine Krauss-Maffei-Lok, die seit Januar 1973 im Dienst war. Bereits 2004 wurde sie ausgemustert.

Links im Bild der km-Stein 126,9, gemessen ab Bamberg. Hof wurde 1848 als nördlicher Endpunkt der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn erreicht. Das südliche Ende dieser historischen Linienführung liegt 533 Streckenkilometer entfernt in Lindau im Bodensee.

Von sächsischer Seite her wurde ebenfalls 1848 der Abschnitt Plauen – Hof eröffnet. Durchgängig bis Leipzig war die Strecke ab 1851 befahrbar, mit einer Streckenlänge von 164 Kilometern.
8.) Das Bahnbetriebswerk Hof. Der Ringlokschuppen im ehemals bayerischen Teil wurde nach dem Ende der Dampfloks ziemlich schnell abgerissen und ersetzt durch eine zeitgenössische Diesellokhalle. Links davor steht 218 219.

Als die beiden in der Ordnungsnummer darunter liegenden Krupp-Loks 218 217 und 218 218 (die bekannten Farbmusterloks in rot/beige und ozeanblau/beige) im Februar 1974 ausgeliefert wurden, hatte die von Krauss-Maffei gefertigte rote 218 219 schon zwei Jahre auf dem Buckel. Ihre Abnahme war am 1. August 1972.

Von rechts nähert sich eine Rangiergarnitur mit 323 682.

9.) Aus dem Hintergrund rumpelt 323 682 mit einigen Güterwagen an, die sie innerhalb des Bw-Bereichs verschiebt. Zum Zeitpunkt hatte das Bw Hof noch zwei Köf II beheimatet. Die andere war 323 730.
10. - 13.) Die Köf zieht die Wagen vor bis zum Postgebäude, wo ein Hilfsgerätewagen steht und drückt sie anschließend wieder zurück. 323 682 wurde 1959 als Köf 6500 in Dienst gestellt und 1992 ausgemustert.
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