Doku-des-Alltags: Strecken und Bahnhöfe

 

Wuppertal-Elberfeld

seit 1992 Wuppertal Hbf

km 115,4 v. Aachen Hbf

Der heutige Hauptbahnhof von Wuppertal hatte schon verschiedene Bezeichnungen. Nach der Eröffnung im Jahre 1848 hieß der Bahnhof nur Elberfeld. Bald darauf Elberfeld-Döppersberg, benannt nach der gleichnamigen Erhebung direkt neben dem Bahnhof. Der Döppersberg ist nicht mehr als solches erkennbar, weil sich dort mehrere Verkehrswege kreuzen, u. a. die Schwebebahn. Nach der Zusammenfassung der Städte Elberfeld und Barmen zu Wuppertal 1929 bekam der Bahnhof den Namen Wuppertal-Elberfeld, die er bis 1992 behielt. Seitdem heißt der Bahnhof Wuppertal Hbf.

Die beengte Lage im Tal der Wupper wirkt sich auch auf den Bahnhof aus. Das Bahnhofsgebäude ist imposant, doch der Bahnhof hat nur fünf Bahnsteiggleise – davon zwei Ferngleise und drei Ortsgleise für den örtlichen Nahverkehr und heute S-Bahn. Beide Strecken führen parallel als viergleisige Trassen durch ganz Wuppertal.

Bis in die frühen 1960er Jahre hatte der Bahnhof eine zweischiffige Bahnsteighalle. An beiden Bahnhofsköpfen stand jeweils ein Wärterstellwerk (Wt und Ot), Bauform S&H 1907, die bis 1963 den Betrieb regelten, sowie das Fahrdienstleiterstellwerk E im Bahnhofsgebäude. Am 06.10.1963 wurde das Drucktastenstellwerk Ef in Betrieb genommen, das wiederum 2017 durch das elektronische Stellwerk abgelöst wurde.

Ein Gleisplan vom Bahnhof Wuppertal-Elberfeld aus den 1950er Jahren ist auf sporenplan.nl abrufbar.
[externe Verlinkungen zu stellwerke.info und sporenplan.nl]

1.) 1991 hieß der Bahnhof noch Wuppertal-Elberfeld. 110 248 (Bw Dortmund) hat Hagen Hbf mit ihrem Eilzug um 17:52 verlassen. Nach den Halten in Ennepetal, Schwelm, Wt-Oberbarmen und Wt-Barmen hält der Zug nun auf Gleis 1 in Wuppertal-Elberfeld. Es geht weiter über Wt-Vohwinkel und Gruiten nach Düsseldorf (an/ab 18:36/:39) und anschließend über Neuss und Mönchengladbach nach Aachen Hbf, Ankunft dort ist um 19:42.

Daneben ist gerade 212 255 (Bw Köln 2) aus mit dem N 3262 von Solingen-Ohligs angekommen. Abfahrt dort war um 17:26.

2.) Aus der Gegenrichtung fährt 110 262 ein. Der Eilzug startete um 16:41 in Koblenz Hbf und endet um 18:23 in Wuppertal-Oberbarmen.

Das Hp 2 zeigende Signal an Gleis 1 gilt der 110 248, die gleich abfahren wird.

110 262 wurde 1994 in 139 262 umgezeichnet und bekam Drehgestelle der 140 verpasst. 2015 wanderte sie in den Bestand des Bayerischen Eisenbahnmuseums in Nördlingen und ist aber auch im Güterzugeinsatz der BayernBahn.

3.) Einfahrt eines mit einer 216 des Bw Oberhausen bespannten Nahverkehrszugs von Bottrop Hbf nach Wuppertal-Oberbarmen auf Gleis 5. Es handelt sich um einen im Verbundtarif VRR vertakteten Nahverkehrszug aus Bottrop Hbf, im Kursbuch ohne Zugnummer (KBS 381, ab 1992 KBS 446)



4. + 5.) Blick von der Fußgängerbrücke auf Gleis 5. Der Vorsprung in der Stützmauer diente ursprünglich als Widerlager, auf dem die Bahnsteighalle ruhte.

6.) Nochmal ein Blick von oben auf die einfahrende 110 248 von Bild 1.

7.) Etwa ein Jahr später heißt der Bahnhof Wuppertal Hbf. Der IC 522, gezogen von 103 239 kommt auf seinem Zickzack-Kurs durchs Streckennetz auch durch Wuppertal. Der Zug fuhr um 7:06 in Passau ab und erreichte Hamburg-Altona um 18:19.



8.) 212 328 (Bw Köln 2) kurz vor der Abfahrt nach Solingen-Ohligs. Die Züge dieser Relation folgen zunächst der Hauptstrecke bis Wuppertal-Oberbarmen in östlicher Richtung. Dort ist der Streckenabzweig nach Remscheid-Lennep. Gleich nach dem Abzweig führt die Strecke durch den markanten Rauenthaler Tunnel mit seinen drei Tunnelportalen im markanten Felseinschnitt auf der Südseite.
[externe Verlinkung zu eisenbahn-tunnelportale.de]