Doku-des-Alltags: Ammerseebahn

 

Mering – Weilheim

Raisting
km 46,0 v. Mering

1.) Eine Feldwegüberführung zwischen Raisting und Dießen im März 1990.

2.) 628 001/011 hat um 16:46 Uhr als Nt 5646 Weilheim verlassen und durchstreift nun die Moorlandschaft südlich des Ammersees. Um 16:50 war der Halt in Raisting und um 16:54 wird der Bf. Dießen erreicht sein. Dort endet der Zug und fährt um 17:33 als Nt 5647 zurück nach Weilheim.

3.) Ein paar Minuten später braust der E 3671, bestehend aus 218 467 und drei Silberlingen aus der Gegenrichtung heran und unterquert die gleiche Feldwegüberführung beim km 43,8.

218 467 war von ihrer Indienststellung am 09.08.1976 an bis zur Ausmusterung am 20.04.2016 in Kempten stationiert.

4.) Gegen halb sechs Uhr abends wird es zu dieser Jahreszeit schon etwas dämmrig. 628 011 ist als Nt 5647 nach Weilheim unterwegs und überquert nördlich von Raisting bei Rothbad einen Seitenarm der Ammer, die sich ein Stück weiter östlich Richtung Ammersee schlängelt.

5.) Ein Nachschuß auf 628 001, wie er im Abendlicht auf Raisting zusteuert. Der Bahnhof in Raisting war zum Zeitpunkt bereits schon zum Hp zurückgebaut.

6.) Raisting und seine Erdfunkstelle. Sie wird inzwischen privat betrieben, aber 1990 gehörten die 18 Parabolantennen noch zur Deutschen Bundespost. Das Wahrzeichen ist ohne Zweifel das Radom, hier rechts im Bild, dessen kugelige Form schon von weit aus allen Richtungen sichtbar ist. Unter der Traglufthülle steht die erste Antenne dieser Anlage von 1963. Seit 1985 ist diese Antenne nicht mehr in Betrieb, steht aber inzwischen unter Denkmalschutz. Weltweit ist es die einzige noch betriebsfähige und im Originalzustand befindliche Antenne aus der Anfangszeit der Satellitenkommunikation.