Doku des Alltags: Strecken und Bahnhöfe
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Eisenbahn im Rhein-Main-Gebiet
Frankfurt (Main) Hbf

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Der große Kopfbahnhof nahm 1888 an der heutigen Stelle seinen Betrieb auf. Er ersetzte die drei direkt nebeneinander liegende Kopfbahnhöfe der Main-Weser-Bahn von Kassel (eröffnet 1852), der Taunus-Bahn nach Wiesbaden (1840) und der Main-Neckar-Bahn nach Heidelberg (1846). Die 1875 durchgehend befahrbare Frankfurt-Bebraer Bahn (heute Kinzigtalbahn) begann auch im Neckarbahnhof. Der neue Bahnhof hatte ursprünglich eine dreischiffige Halle mit 18 Gleisen. 1924 wurde der Bahnhof erweitert, es kamen nördlich und südlich zwei kleinere Hallenschiffe dazu. Die heute fünfschiffige Halle hat 24 Bahnsteiggleise.

Die Lage ist sehr zentral am nordwestlichen Rheinufer. Die Gleise laufen in südöstlicher Richtung aus dem Bahnhof heraus. Unmittelbar im Bahnhofsvorfeld trennen sich in einem gleichschenkligen Gleisdreieck die Main-Neckar-Bahn und die Kinzigtalbahn nach Südosten, die Main-Weser-Bahn nach Nordwesten, die Main-Lahn-Bahn, die Riedbahn und die Taunusbahn nach Südwesten. Im weiteren Vorfeld liegt das Betriebswerk zwischen den Streckenästen. Im Anschluss biegt nach Nordwesten die Taunusbahn ab und nach Süden die Riedbahn Richtung Mannheim, während die Main-Lahn-Bahn nach Limburg weiter nach Westen verläuft.

1. + 2.) Die Straßenseite des Empfangsgebäude mit der Weltkugel über dem Haupteingang im Mai 1992.
3.) Einfahrt in Frankfurt Hbf im Mai 1992. Blick aus dem Fenster des ICE 790 Gambrinus auf die wachsende Skyline von Mainhattan. Der Zug verließ München Hbf um 6:37 von Gleis 12 und fährt um 10:13 in Frankfurt Hbf auf Gleis 9 ein. Unten steuert ein Autoreisezug dem Hauptbahnhof entgegen, vermutlich will er weiter nach Neu Isenburg.
Zur Auswahl stehen: mit Verspätung D 9402 aus Fréjus-St-Raphaël (Neu Isenburg an 10:18) oder D 1424/9224 aus Rimini (Neu Isenburg an 10:51) oder ganz was anderes?
4.) 290 234 auf Rangierfahrt ins Gleis 7. Die Lok wurde 1971 in Dienst gestellt und war bis 2002 in Frankfurt beheimatet (bis 1980 Bw Frankfurt 1, dann Frankfurt 2). Danach bis 2012 in Mainz und seither in Ingolstadt.

Zum Zeitpunkt (1992) waren im Bw Frankfurt 2 folgende V90 stationiert: 290 046, 047, 048, 084, 085, 086, 088, 089, 234 und 235.

5.) Die 290 rollt auf Gleis 7 in die Halle. Links daneben auf Gleis 8 verschwindet der letzte Wagen des ebenfalls gerade einfahrenden N 7859 aus Aschaffenburg in der Halle. Ankunft 10:15. Als er um 9:25 Aschaffenburg verließ, war der ICE Gambrinus gerade kurz vor Mannheim.
6.) Nachdem die 290 und der Nahverkehrszug in der Halle verschwunden sind, nähert sich wenige Minuten drauf die 110 112 auf Gleis 8 an. Von 1975 bis 2001 war sie in Frankfurt stationiert und beendete 2004 ihre Karriere beim Bh München. Die V 100 links im Hintergrund ist die 212 357 vom Bw Darmstadt.

7. + 8.) Die 110 surrt in die Halle, daneben auf Gleis 7 wird derweil Zp 8 angezeigt.
9.) Nun kommt 290 234 wieder zum Vorschein. Sie hat einen einzelnen Wagen vom Ende des Kopfgleises geholt. Der links stehende ICE 790 Gambrinus bekommt auch gerade den Abfahrtsauftrag.

10.) Der 401 rollt weiter nach Hamburg-Altona, das um 14:04 erreicht sein wird.
11.) Bahnsteigimpression mit IR 2570 Konstanz – Kassel auf Gleis 13, planmäßige Abfahrt 10:21. Der nächste Halt wird in Friedberg (Hess) sein um 10:41 und um 11:00 in Gießen. Kassel Hbf wird der Zug um 12:27 erreichen.

12.) Inzwischen ist 110 112 an ihren Zug angekuppelt worden. Es ist der N 7810 in das 55 km entfernte Wächtersbach an der Kinzigtalbahn nach Fulda.
13.) Von Fulda kommt nun auf Gleis 7 der Wendezug E 3817 eingefahren. Abfahrt dort war um 9:06.

110 112 hat noch eine gute Viertelstunde bis zur Abfahrt um 10:44. Um 11:51 wird sie mit ihrem Nahverkehrszug den Zielbahnhof Wächtersbach erreichen und dort um 12:15 als N 7813 wieder die Rückfahrt nach Frankfurt antreten, wo der Zug um 13:15 wieder ankommen wird. 110 112 ist mir an diesem Tag noch öfter begegnet.

Wenige Tage später, zum Fahrplanwechsel wird der Zug N 7812 heißen und schon um 10:35 abfahren. Aus der KBS 501 wird die KBS 615 werden. Bis zum Fahrplanwechsel 1991 war die Strecke Frankfurt – Fulda die KBS 500. Nachdem sich bereits beim ersten gesamtdeutschen Kursbuch 1991/92 viel änderte, standen beim kommenden Fahrplanwechsel 1992/93 erneut eine Menge Änderungen bevor.

14.) Prellbockseitig war die nun schon abgekuppelte 141 144 am Zug, die die Garnitur als N 7859 aus Aschaffenburg nach Frankfurt brachte. Daneben der soeben eingefahrene Wendezug, auf dessen Steuerwagen nun das Ziel Aschaffenburg angeschlagen ist.
15.) 290 234 ist inzwischen auf Gleis 10 tätig.
16.) Auf Gleis 4 steht 140 253.
17.) Der Gepäckbahnsteig zwischen Gleis 13 und 14.
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