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Bahnhof Tüßling

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7 km von Mühldorf enfernt liegt auf weiter Flur der Abzweigebahnhof Tüßling. Der gleichnamige Ort wurde bereits 711 zum ersten Mal erwähnt. Im 14. Jahrhundert bekam er das Marktrecht und wurde Hofmark. Das Schloß Tüßling wurde 1583 erbaut. Den Bahnanschluß erhielt Tüßling 1897 mit dem Bau der Strecke nach Altötting und Burghausen.

Der Bahnhof Tüßling erstreckt sich von Nordwest nach Südost. Erst mit dem Bau der 'bayerischen Tauernbahn' nach Freilassing und deren Eröffnung im Jahre 1908 erhielt Tüßling seinen Bahnhof in der heutigen Lage. 11 Jahre lang verlief die ursprüngliche Trasse nach Burghausen nördlich an Tüßling vorbei – eine wesentlich kürzere Wegstrecke, aber ein ortsnaher Trennungsbahnhof, der von beiden Strecken bedient wird wäre so nicht realisierbar gewesen.

1.) Tüßling im September 1989. Zu sehen ist das Stellwerk 2 an der südlichen Ausfahrt, direkt am Streckenabzweig Richtung Garching und Burghausen.
2.) In einem scharfen Bogen zweigt die Burghausener Strecke von der Hauptlinie ab. Um hinter Heiligenstadt (heute Heiligenstatt) wieder auf die ursprüngliche Trasse von vor 1908 zu treffen (siehe Karte oben).
3.) Blick von Südost nach Nordwest auf den Bahnhof mit seinen drei Durchgangsgleisen. Der Bahnhof Tüßling liegt auf einer Höhe von 401 m ü. NN.

Aus Richtung Garching sind alle drei Gleise erreichbar, aus Burghausen nur die Gleise 1 und 2. Rechts das Ladegleis an der Ladestraße ist noch verblieben. Hinten in der Ferne ist Stellwerk 1 am anderen Bahnhofskopf zu erkennen. Gleich nach Zusammenführung der Gleise führt die Strecke in den Wald Richtung Inn.

4.) Der Bahnhof wird gequert von der Bahnhofstraße, die nach Westen nach Polling führt. Bis in die 1990er Jahre bestand hier ein schienengleicher Bahnübergang mit mechanisch bedienten Schranken. Er wurde ersetzt durch eine Unterführung an der gleichen Stelle.

Wiederum ist Stellwerk 1 zu sehen. Dort wo die Strecke in den Wald hineinführt beginnt ein leichtes Gefälle (11 ‰) bis zur Innüberquerung. Auf der anderen Flussseite steigt die Strecke wieder an, bis zum Bahnhof Mühldorf, der auf 411 m ü. NN liegt.

5.) Nachmittags verlassen kurz hintereinander zwei Nahverkehrszüge den Bahnhof Mühldorf Richtung Tüßling: Um 14:33 der N 4911 nach Freilassing, gefolgt vom N 4439 nach Burghausen um 14:40.

Hier der N 4911, gezogen von 218 319, bei der planmäßigen Einfahrt in Tüßling.

6.) Aus einem mir nicht bekannten Grund erhielt dieser Zug jedoch einen längeren Aufenthalt in Tüßling. Der Lokführer hat den Motor abgestellt und unterhält sich entspannt mit dem Schaffner. Der N 4911 besteht aus drei Wagen inklusive Steuerwagen. Auch die 1. Klasse führt er mit sich, in der Mitte hängt ein ABn.
7.) Minuten später erreicht nun 218 313 mit dem N 4439 nach Burghausen den Bahnhof Tüßling auf Gleis 1. Zu diesem Zeitpunkt sollte 218 319 mit dem N 4911 eigentlich längst bereits den Bahnhof Garching (Alz) hinter sich gelassen haben. Aber der Zug steht immer noch auf Gleis 3. Wohl aber allmählich abfahrbereit.
8.) Dennoch verlässt zuerst der Burghausener Zug den Bahnhof. Für den Freilassinger Zug ist das Signal auch schon aufgezogen, er setzte sich unmittelbar darauf in Bewegung. Aber da war mein Film leider schon voll.

Der N 4439 besteht aus vier Wagen. Üblicherweise kamen auf der Burghausener Strecke keine Wendezüge zum Einsatz, im Gegensatz zur Relation Freilassing – Mühldorf – Landshut.

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