1.) Nicht weit vom Streckenabzweig wird der Hp München-Fasangarten erreicht. Er liegt vom früheren Bahnhof Fasangarten ein Stück nach Norden versetzt
2.) Das frühere Empfangsgebäude ist erhalten und mustergültig renoviert. Es gehört der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde, die hier mitsamt einer traditionellen Holzkirche ihren Sitz hat.
Das Gebäude ist im Einheitsstil bayerischer Lokalbahngebäude errichtet, mit Walmdach und der charakteristischen Granitplatte mit dem Stationsnamen. Diese Gebäudeart ist über ganz Bayern verteilt anzutreffen. Die Bahnstrecke verläuft hinter dem Gebäude auf tiefer gelegten Trasse.
3.) So zeigte sich der Bahnhof am 6. Dezember 1970, als Claus-Jürgen Schulze vor Ort war. 515 020 mit 815 667 fährt als Nt 4215 von Deisenhofen nach München Ost.
4.) Auf dem Bahnübergang überquert die Fasangartenstraße die Strecke. Heute verläuft die tiefergelegte Strecke unter der Straße hindurch.
5.) Blick von Nordosten auf den Bahnhof, von der Laderampe aus.
6.) Das ganze noch synchron in schwarz-weiß. Wie schon häufig angemerkt, war es eine Eigenart beim Bw München Ost, die roten Zugschlussscheiben einfach auf den Leuchten gesteckt zu lassen, egal in welcher Fahrtrichtung.
7.) Abfahrt in Fasangarten, es geht der nächsten Station Giesing entgegen. Der Bahnhof hat hier noch bayerische Formsignale. Im Bereich der Ausfahrsignale, hier rechts im Bild, befindet sich der heutige Hp Fasangarten
8.) Am 18. Juli 1970 erreicht ein mit einer 211 bespannter Wendezug den Bahnhof Fasangarten.
9.) Am 30. Januar 1971 sind bereits die Oberleitungsmasten gesetzt.
10.) Als am 13. Oktober 1971 die 211 023 mit einem Wendezug einfährt, ist die Elektrifizierung schon abgeschlossen (seit dem 23. Mai). Dass nur das Hauptgleis überspannt ist, zeigt schon, dass dem Bahnhof als Betriebsstelle bald das letzte Stündlein geschlagen hat.
1971 beheimatete das Bw München Ost 17 Loks der Baureihe 211 und Der ebenfalls große Bestand an 212 war in den zwei bis drei Jahren zuvor hauptsächlich an die Betriebswerke Mühldorf und Karlsruhe abgegeben worden.
Bestand Baureihe 211 Bw München Ost, Ende 1971:
211 021, 022, 023, 024, 025, 026, 035, 036, 037, 038, 039, 288, 348, 349, 350, 351, 352.
11.) Der ausfahrende Zug nach Deisenhofen.
12.) Ein Blick zum Fdl ins Stellwerk, ausgestattet mit einem Krauss-Kurbelstellwerk von 1899. Solche Stellwerke sind aktuell (2025) noch an der Strecke München – Mühldorf in Betrieb.
13.) Die offene Wartehalle mit großer Stationstafel.
14.) Bahnhof Fasangarten im Mai 1965.
15.) 1965 war neben der 64 auch noch die Baureihe 50 im Personenzugeinsatz.
16.) Der Zug verlässt den Bahnhof Richgung Süden. In der Ferne ist schon die Bebauung von Unterhaching zu erkennen. Bei der Baumgruppe in Blickrichtung kreuzt die Zwergerstraße mit einem Bahnübergang die Strecke. Auf dem großen freien Feld links befindet sich heute das Campeon von Infinion.
Auch der Hp Fasanenpark war hier noch nicht existent, er wurde erst mit der S-Bahn 1972 eröffnet.
17.) Sehr malerisch sieht am 18. Juli 1970 (der von Fasangarten aus) mechanisch bediente Bahnübergang mit der Allee der Zwergerstraße aus. In Blickrichtung geht es direkt nach Neubiberg, das an der Strecke nach Kreuzstraße liegt.
Statt des Bahnübergangs gibt es hier heute eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer. Rechts von der Allee beginnt heute der schon erwähnte Campeon.
18.) Der Blick in die andere Richtung zeigt die damals moderne Wohnbebauung.
19.) Winterlicher Bahnhof Fasangarten: 215 120 am 24.12.1970 um 14:46 mit dem 4227 nach Deisenhofen. Nach verlassen des Bahnhofs geht es über die Münchner Stadtgrenze der nächsten Ortschaft, Unterhaching, entgegen. Den heute dazwischen liegenden Hp Fasanenpark gibt es erst seit September 1971.