Doku des Alltags: Eisenbahn in München
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München Hbf — München-Mittersendling — Großhesselohe [5505 + 5530]
Harras / Forstenriederstraße

Übersicht [5505]
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[5530] + [5531] München-Laim RbfAbzw. Friedenheimer BrückeHeimeranplatz | München Süd / – München-Mittersendling

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1.) 169 003 ist am 30.5.1981 auf Sonderfahrt ins Isartal unterwegs. Hier geht es etwa beim km 3,7 (v. Laim Rbf) bzw. km 4,4 (v. Mü Hbf) am alten Bahnwärterhaus an der Martin-Behaim-Straße vorbei. Das Hauptsignal im Hintergrund ist das Sbk 105.

Das Bahnwärterhaus (km 4,467) stammt aus der Frühzeit der Strecke und wurde um 1860 herum errichtet. Einem Streckenband von 1920 zufolge wurde das Gebäude bereits um 1920 herum nur noch als Wohnhaus genutzt. Der Posten für die Blockstelle und Schrankenbedienung wurde ein Stück nach Süden zum 4,540 versetzt. Der Bahnübergang Lenau-/Kraelerstraße selbst befand sich beim km 4,531.

Die bis ca. 1964 existierende Blockstelle hatte über die Jahre verschiedene Bezeichnungen:
1914 – 1927 Zwischenblockstelle Zbk c
bis ~1947 Bk Forstenriederstraße
bis ~1964 Bk Behaimstraße

Danach wurde der selbsttätige Streckenblock eingerichtet.

2.) Der Nachschuss beim km 3,8 zeigt auch interessantes: die Ne6-Tafel des Hp Margaretenplatz. Und ja, dessen Bahnsteig ist ganz hell im Hintergrund erkennbar. Auch eine Bahnsteigbeleuchtung hat er bekommen, als er für den Papstbesuch 1980 neu errichtet wurde. 1981 war er samt Beleuchtung noch vorhanden.

Das Vorsignal mit Geschwindigkeitsanzeiger kündigt das Einfahrsignal Mittersendling an. Die Asphaltreste im Vordergrund ist der Überrest des Bahnübergangs Lenau-/Kraelerstraße.

An der Gebäudelücke, die oberhalb des vorletzten Wagens zu sehen ist ist, trifft die Fuggerstraße auf die parallel zur Bahn verlaufenden Martin-Behaim-Str. Dort befand sich der nächste Bahnübergang.

3.) Vergleichsbild von 2021: 420 481 ist auf der S 20 unterwegs und rollt am inzwischen gut 160 Jahre alten Bahnwärterhaus vorbei, das unter Denkmalschutz steht. Die Ne6-Tafel hier kündigt den Heimeranplatz an.

4.) Der Nachschuss auf den km 3,8 zeigt, dass der Fernsprechkasten noch vorhanden ist und sogar die Stützen der einstigen Ne6-Tafel vom Margaretenplatz. Man beachte auch, dass das Eckhaus an der Fuggerstraße inzwischen ein Mansardendach bekommen hat.
4.) Kartendarstellung des Untersendlinger Streckenabschnitts.

Ursprünglich gab es im nördlichen Bereich drei schienengleiche Bahnübergänge: Baumgartnerstraße, Jägerwirtstraße und Fuggerstraße.

Sie wurden Anfang der 1960er Jahre aufgelassen. Weil sich die Baumgartnerstraße zu einer wichtigen Durchgangsstraße entwickelte, wurde 1963 eine Straßenunterführung gebaut. Wann der dortige Bahnübergang aufgelassen wurde, ist nicht ganz geklärt.

Es gibt Darstellungen in Stadtplänen, in denen die Baumgartnerstraße bereits 1941 gänzlich ohne Bahnquerung eingezeichnet ist, während die weiter südlich gelegenen Bahnübergänge noch vorhanden waren.

5.) Standort weiter südlich, Blick nach Norden. Hier ist wiederum das noch rot verputzte Eckhaus Fuggerstraße ohne Mansardendach zu sehen. Zu diesem Wohngebäude lässt sich noch sagen, dass es um 1910-15 das erste Haus in seinem Straßengeviert war. Es stand allein auf weiter Flur. Aus dieser Zeit gibt es eine Aufnahme des Fotografen Georg Pettendorfer, der das Gebäude aus südwestlicher Richtung vom damals schon existierenden Bahnübergang aus fotografiert hat. Es ist im Buch "Links und rechts der Isar" (Hugendubel-Verlag) auf S. 74 abgebildet.

Claus-Jürgen Schulze fotografierte am 3.8.1975 gegen 7:30 den N 7933 Unterpfaffenhofen-Germering – Großhesselohe Isartalbf.
6.) Standortwechsel, andere Gleisseite, Blick nach Südosten auf die Margaretenkirche in Sendling. 218 230 am 17.5.1975 mit dem E 3538 Bayrischzell – München, Abfahrt in Bayrischzell war um 13:41, Ankunft in München Hbf um 15:11.
7.) Die selbe Leistung, nur mit gedrehter Garnitur und sechs Jahre später. 218 349 schiebt den E 3538 am 4.10.1981 nach München Hbf. Die Häuserblöcke gegenüber sind auch auf dem vorangehenden Bild im Hintergrund zu sehen. Auch das Blocksignal 106 ist schon von den Bildern 6, 7, 12 und 13 bekannt.

Im Vordergrund der für den Papstbesuch erneuerte Bahnsteig Margaretenplatz.
8.) Zum Vergleich: als 144 034 am 11.7.1979 mit dem Lr 35477 vorbeikommt, ist der Bahnsteig Margaretenplatz nicht vorhanden.
9.) Spurensuche 2021: ein besonders orignelles Relikt findet sich in der Kurve nach dem km 4,3. Dort steht noch ein in Vergessenheit geratenes Straßenschild, das auf den beschrankten Bahnübergang der Baumgartnerstraße hinweist. Dahinter ist die seit 1963 bestehende Unterführung der Baumgartnerstr. zu sehen.

Man sieht es, wenn man von der Fußgänger/Radwegbrücke zum Westpark Richtung Süden schaut. Das Schild ist an den Seiten noch nicht gefalzt, sondern besteht nur aus gewalztem Blech, daher kann man vermuten, dass es aus den 1950er Jahren stammt, wenn nicht gar aus der Vorkriegszeit.
10.) Wo der BÜ Jägerwirt-/Kraelerstr. war, "versperrt" heute ein Tor den Zugang. Der Blick geht hier nach Osten in die Kraelerstr.
11. + 12.) Einer von mehreren Zugängen zum ehemaligen Bahnsteig Margaretenplatz, hier beim km 4,2.
13.) Treppengeländer zum ehemaligen Bahnsteig Margaretenplatz.
14.) Blick auf Quertragwerk und Abspannung.
15.) Unterführung Margaretenstraßen.
16.) Bahnsteig Harras, Blick nach Norden.

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