Doku des Alltags: Eisenbahn in der BD München
zurück zur Übersicht BD München
zurück zur Übersicht Allgäubahn & Mittelschwabenachse
Allgäubahn & Mittelschwabenachse
München — Geltendorf — Buchloe

Mü-Pasing | Mü-Leienfelsstr.Mü-AubingPuchheim | Eichenau | Fürstenfeldbruck | BuchenauSchöngeising | GrafrathTürkenfeldGeltendorf | SchwabhausenEpfenhausenKauferingBuchloe
Übersicht | Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8
Bahnhof Fürstenfeldbruck km 23.0
Der Bahnhof Fürstenfeldbruck liegt am km 23,0 von München Hbf. Schon zu Bay. Staatsbahnzeiten spielte der Bahnhof, der bis 1908 Bruck b. München hieß, eine Rolle im Münchner Vorortverkehr. Die Züge waren bespannt mit Pt 2/3 und Pt 2/4 H. Zu Bundesbahnzeiten bis in die 1960er Jahre wurde der Vorortverkehr mit den Baureihen 38 und 78 gefahren. Als die Strecke 1968 elektrifiziert wurde, kamen wie schon erwähnt die vorwiegend die Baureihen E 16, E 18, E 44 zum Einsatz.

Spätestens seit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke bis Buchloe (um 1907) hat der Bahnhof an den Gleisen 3 und 4 einen Inselbahnsteig mit Überdachung und Bahnsteigunterführung. Dabei verblieben die Gleise 1 und 2 mit Zwischenbahnsteig und niveaugleichen Übergang. Um 1900 hatte Bruck ca. 4.600 Einwohner, heute sind es über 37.000 (Quelle: Wikipedia).
1. + 2.) Bahnhof Fürstenfeldbruck am 30. Januar 1979. Um 16:28 hat 141 015 (Bw München Hbf) den N 7728 von Großhesselohe nach Fürstenfeldbruck gebracht. Der Zug kam auf Gleis 2 an und wurde anschließend nach Gleis 5 rangiert. Die Wagengarnitur übernachtete dort, die Lok fuhr Lz nach München. Am nächsten Morgen kam die Lok wieder leer von München und rangierte die Wagen wieder nach Gleis 2, von wo aus der Zug wieder abfuhr. Der "SIEMENS-Zug" brachte über Jahrzehnte Berufspendler nach München-Siemenswerke. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Zug als Wendezug gebildet. Während des Winterfahrplans 1981/82 waren es 4-achsige Umbauwagen, dann wieder ein Wendezug.

Fahrzeiten 1979:
7727: Fürstenfeldbruck 6:28 – 6:47 Mü-Pasing 6:52 – 7:06 Mü-Siemenswerke 7:06 – 7:19 Großhesselohe (Staatsbahnhof) [Lr weiter nach Deisenhofen]
7728: Großhesselohe (Staatsbahnhof) 15:51 – 15:56 Mü-Siemenswerke 15:56 – 16:10 Mü-Pasing 16:13 – 16:28 Fürstenfeldbruck
3.) Bahnhof Fürstenfeldbruck, 10 Jahre später frühmorgens. Der E 3950 ist täglich der erste Zug, der von München Hbf (ab 6:04) ins Allgäu fährt. 218 400-0 brettert mit trommelndem Diesel durch Gleis 3. Der nächste planmäßige Halt ist im 19,1 km entfernten Geltendorf um 6:31. Nach der Brucker Uhrzeit zu urteilen muss wohl eine Verspätung eingeholt werden.

Auf Gleis 2 steht 111 214-3 mit dem 7727, der nunmehr nach München Hbf fährt; Abfahrt 6:31. Ankunft in München Hbf ist um 6:58 auf Gleis 27. Bis Mü-Pasing hält er an jeder Station, dann geht es ohne Halt bis zum Hauptbahnhof. Eine Vorderansicht von 111 214 beim Halt in Eichenau ist hier zu sehen: [Eichenau]. Dort ist auch der umfangreiche Umlauf der Garnitur als Leerzug nachzulesen.

Drei Minuten nach der Abfahrt wird der Lr 35444 auf Gleis 2 einfahren, der dann als Siemenszug S 7729 um 6:47 nach München-Solln fahren wird.

4.) Dieses Bild entstand ein paar Wochen vor Bild 3, zeigt aber den betrieblichen Ablauf in tages-chronologischer Folge. Nach der Abfahrt des 7727 um 6:31 steht die Nürnberger 141 035-6 mit dem SIEMENS-Zug zur Abfahrt um 6:47 bereit. Zum Sommerfahrplan 1989 hatte seine Zugnummer von 7729 auf 8629 gewechselt.
Auch dieser Zug hält bis Pasing (an 7:06) an jeder Station, von dort geht es über die eingleisigeVerbindungsstrecke Richtung Heimeranplatz, die weiteren Halte sind in Mittersendling (7:16), Siemenswerke (7:20) und Solln (7:22). Im Anschluss geht es von Solln als Lr 35477 wieder nach Pasing.

Die Wagengarnitur pendelte unter der Woche als Siemenszug und rollte am Freitag als E 3082 von München nach Zwiesel.

Im Gegensatz zu den Bildern 1 und 2 übernachtet die Wagengarnitur nunmehr nicht mehr in Fürstenfeldbruck, sondern kommt mitsamt der Lok morgens leer aus München und fährt abends wieder leer nach München.


Der Umlauf im Winterfahrplan 1981/82 bestand im Gegensatz zu den anderen Fahrplanperioden aus 4-achsigen Umbauwagen:

Lr 35475 von München Ost nach Deisenhofen
7728 nach Fürstenfeldbruck
Übernachtung der Wagen auf Gleis 5
Morgens:
7729 nach Deisenhofen
Lr 35471 nach Sauerlach
Lr 35472 zurück nach München Ost (zusammen mit 3x Bnb+BDnf)

Die weitere Zugbildung ist der Tabelle (Bild 6) zu entnehmen.

5.) 29.5.1989, es ist bereits 7:30.

420 109 ist an diesem Tag auf dem Weg nach Geltendorf. Daneben auf Gleis 2 steht 212 082-2 mit dem N 7735 nach München Hbf. Abfahrt ist in einer Minute. Bei dem Zug handelt es sich um eine Garnitur der Strecke Dachau – Altomünster mit einem interessanten Umlauf. Frühmorgens um 5:37 fuhr der Zug als N 8353 in Altomünster ab und erreichte um 6:41 München Hbf. Anschließend als Leerfahrt nach Fürstenfeldbruck, um ab 7:31 die Leistung nach München Hbf zu erbringen. Die Wagengarnitur samt Lok bleibt tagsüber in München und fährt nachmittags um 16:15 als N 8376 zurück nach Altomünster.

Am letzten Wagen steht der Schaffner und wartet auf die Abfahrtszeit in weniger als einer Minute. Pünktlich wird sich die Mühldorfer V 100 mit den drei Silberlingen auf den Weg machen. Um 7:58 wird München Hbf erreicht sein. Der Zug wird in die dabei in das Hallengleis 18 einfahren.

Um 7:12 war mit dem 7733 ein weiterer Frühzug von Fürstenfeldbruck nach München abgefahren, aber davon habe ich kein Bild.

6.) Übersicht der Zugbildung der Fürstenfeldbrucker Züge 1984 bis 1993. Interessant ist der Zusammenhang mit den Zügen nach Freiburg Hbf. So ging die Garnitur des 7731 in den bekannten "Kleber-Express" E 3362 nach Freiburg über.

Quelle: Zaubermark (drehscheibe-online)

7.) Abfahrt. Üblicherweise mit BDnf Hasenkasten am Schluss. Die östlichen Ladegleise zur Rampe und zum Güterschuppen waren zu dieser Zeit schon abgebaut. Westlich des Empfangsgebäudes gab es jedoch noch immer ein Freiladegleis, das mindestens bis 1990 bedient wurde.
8.) Nun zum Übergabeverkehr. Werktags fuhren morgens bzw. vormittags je ein Übergabezug nach Puchheim und Fürstenfeldbruck und retour:
Üg 67302 München – Puchheim (an 7:32)
Üg 67304 München – Fürstenfeldbruck (an 10:44)

Üg 67303 Puchheim (ab 8:32) – München
Üg 67305 Fürstenfeldbruck (ab 13:07) – München

Fallweise kam offenbar auch die morgendliche Puchheimer Üg bis nach Fürstenfeldbruck, so wie hier im September 1988 die 360 879 mit zwei G-Wagen.

9.) Auszug aus dem Bildfahrplan 1988/89. Abfahrt der Üg 67303 um 8:32 in Puchheim. Auch in Aubing wird ein längerer Halt eingelegt, allerdings konnte dabei nur das Anschlussgleis bedient werden, das vom Münchner Richtungsgleis abzweigte. Es gab zu dieser Zeit in Aubing zwischen den Streckengleisen keine Weichenverbindung mehr. Das Ladegleis am Güterschuppen wurde von der später fahrenden Üg 67304 bedient.

10.) Ausfahrt der Übergabe im Morgenlicht.
11.) An einem kühlen Oktobertag im selben Jahr brachte 212 043 den N 7735 nach München.
12.) Im Juli steht 212 089-7 in diesem Umlauf.
Eine Übersicht der lokbespannten S-Bahnzüge und die zugehörigen Leerfahrten aus dem Buchfahrplan 86/87. Vom 7731 und 7733 fehlen mir leider Bilder. Der 7731 war ein 218-bespannter Zug aus Silberlingen, der in Geltendorf startete und auch in Buchenau hielt. Der 7733 war wie der 7735 eine Garnitur der Strecke nach Altomünster. Bis 1987 bestand der 7733 aus yl-Wagen und einer Mühldorfer 211, danach bestand er wie der 7735 aus n-Wagen und einer 212.
13.) Am 23.12.1981 verlässt dieser 420er Vollzug Fürstenfeldbruck nach Geltendorf. Obwohl die 1. Klasse bei der Münchner S-Bahn bereits am 1.10.1972 wieder abgeschafft wurde, blieben die gelben Streifen noch eine ganze Weile an den Mittelwagen erhalten.

Die u. a. hier sichtbare schwarze Haltetafel an Gleis 2 stand noch bis 2005 an dieser Stelle.
14.) Kurz vor 15 Uhr kommen 218 403-4 und 218 401-8 mit dem D 362 durch die nebelverhangene Winterlandschaft gerollt. Die Ansicht erlaubt auch einen Blick auf die hier noch vollständigen östlichen Güteranlagen, inklusive Kran.
15.) Beide Maschinen sind aktuell (2019) noch beim Bh Mühldorf im Einsatz und befördern noch immer Eurocitys von München nach Lindau.

In den 1980er Jahren hatte Kempten einen Bestand von 60 Maschinen der Reihe 218:
218 394-419, 424-426, 435-451, 455, 463-575 (Stand 1.1.87)

Aktuell (2019) hat Kempten noch einen Bestand von 6 einsatzfähigen 218:
218 411, 415, 424, 425, 496 und 497. Diese verrichten ihren Dienst nur noch vor Regionalzügen. Die Eurocitys befördern ja seit geraumer Zeit Mühldorfer Maschinen (die früher wiederum Kemptener Loks waren)
Übersicht | Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8
Mü-Pasing | Mü-Leienfelsstr.Mü-AubingPuchheim | Eichenau | Fürstenfeldbruck | BuchenauSchöngeising | GrafrathTürkenfeldGeltendorf | SchwabhausenEpfenhausenKauferingBuchloe
zurück zur Übersicht BD München
zurück zur Übersicht Allgäubahn & Mittelschwabenachse