Doku des Alltags: Eisenbahn in der BD München
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Der Münchner Nordring, westlicher und nördlicher Abschnitt [5560]
Abzw Oberwiesenfeld / BÜ Lassallestraße

Übersicht [5560]
Olching | Abzw Steinwerk – Abzw Olching Ost | Mü-Ludwigsfeld | Mü Rbf Nord | Abzw Oberwiesenfeld | Mü-Milbertshofen | Mü-Freimann
[5560] + [5556]
Mü-Johanneskirchen | Mü-Englschalking | Mü-Daglfing | Abzw. Zamdorf | München Ost

1.) Die Eisenbahnsituation nördlich von München-Moosach, östlich des heutigen Rbf München Nord und dem Abzweig zum Olympiabahnhof im Zustand von 1972 (oben) und im Vergleich dazu im Zustand von 2012.

Beide Pläne sind lagerichtig und deckungsgleich.

Die Verbindungskurve von Moosach zum Nordring verlief früher in einem viel weiterem Bogen, als nach dem Umbau. Die Lassallestraße hatte früher einen schienengleichen Bahnübergang.

1.) 1. + 2.) 485 030 schiebt 885 609 als Lt 51897 von München-Ludwigsfeld nach Milbertshofen. Dort geht es weiter als Dstp 2897 nach München Ost. Vor dem rechten Turmmasten auf dem oberen Bild verläuft das einzelne Gleis nach Moosach.
2.) Das Folgebild zeigt das Triebwagengespann kurz vor dem Bahnübergang Lassallestraße, dessen Postengebäude am rechten Bildrand zu erkennen ist. Im Bildvordergrund sind Schotterreste zu sehen, dort verlief vor 1972 die Trasse nach Moosach (siehe gestrichelte Linie auf dem oberen Plan).
3.) Der 485 019 ist solo unterwegs, als Dstp 2880 Freimann – Allach. Hier hält er gerade am Hp Oberwiesenfeld West, dessen kurzer Bahnsteig eingeklemmt zwischen BÜ Lasallestraße und Abzweig nach Moosach liegt. Ganz rechts, hinterhalb des Busses ist das Gebäude der Knorr-Bremse zu sehen.

Fahrzeiten des Dstp 2880:

AW Freimann 15:56
Milbertshofen 16:00
Ludwigsfeld 16:10
Allach 16:13

Buchfahrplan-Auszug für den 2880.
4.) Ein Vergleichsbild von 2012.

151 043 passiert von Osten kommend am 4. Januar 2012 die Einfahrt zur Ausfahrtsgruppe des Rbf Nord. Unmittelbar vor der Linkskurve im Hintergrund ist die Straßenunterführung der Lasallestraße, die früher mit dem Bahnübergang den Nordring überquerte und davor der Hp Oberwiesenfeld West lag.

Gleich nach der Unterführung öffnet sich das Gleisdreieck, das nach Süden in den Bahnhof Olympiastadion mündet. Auch hier ist das Gebäude der Knorr-Bremse zu sehen.

5. + 6.) Völlig anders, freier und weitläufiger zeigt sich die Situation am 24.7.1972.

Links hinter dem Damm spitzt ein Oberleitungsmast des zweigleisigen Nordrings heraus, dort wo etwa heute die ersten Weichen der Ausfahrgruppe liegen. Der ET 85 hat den Nordring soeben verlassen und ist auf die eingleisige Verbindungskurve nach Moosach abgebogen. Das vom Vordergrund nach rechts abbiegende leere Gleisbett zeigt den früheren Verlauf des Gleises vor dem Bau des Olympia-Gleisdreiecks. Da sich sich die beiden Gleise in die Quere gekommen wären, musste die Einmündung aus Moosach in den Nordring deshalb weiter nach Westen verlegt werden.

Hinten rechts erkennt man einen Tanklastzug, der mit anderen Autos in einer Schlange auf der Lasallestraße steht und am BÜ warten musste.

7. + 8.) Als Dstp 2884 ist 485 022 und 885 631 von München Ost über Freimann nach Moosach unterwegs.
9. + 10.) Der Nachschuss zeigt den weiteren Streckenverlauf nach Moosach. In Kürze wird er auf einem weiteren Bahnübergang die Feldmochinger Straße überqueren. Heute kann man hier durch eine bewaldete Grünanlage spazieren, nördlich davon verläuft abgetrennt durch einen Wall die Max-Born-Straße und daneben der Einfahrtsbereich in den Rbf.
Eine weitere Verbindung des Werkverkehrs war von Allach über Ludwigsfeld nach Freimann und München Ost.
11.) Die nächste Sequenz entstand innerhalb des Gleisdreiecks zum Olympiabahnhof. Lt52297, bestehend aus 485 030 und 885 609, steuert Ludwigsfeld an und wird also den Nordring nicht verlassen.

Der Blick geht nach Osten Richtung Milbertshofen, von rechts kommt das Gleis vom Bahnhof Olympiastadion. Das Geländer links von der Bildmitte gehört zur Unterführung der Feldbahnstraße, die die alte Trasse der Strecke München – Feldmoching markiert, die hier quer durch das Bild läuft.

12. + 13.) Das Gespann zieht vorüber. Nördlich der Gleise sind die Dächer der Eggarten-Siedlung zu sehen, einer Kleingartenanlage, die derzeit (2022) kurz vor dem Abriss steht.
14. + 15.) Nun rückt das westliche Zufahrtsgleis zum Olympia-Bahnhof ins Bild. Über die illustren Automobilen auf dem unteren Bild hinweggeblickt, sieht man wieder den BÜ Lassallestr ganz hinten, diesmal aus der anderen Richtung. Wenn man genau hinschaut, erkennt man auch das abzweigende Gleis nach Moosach.
16.) Von Moosach kam am 11.9.1972 auch 420 531 als S11 vom Ostbahnhof über Hauptbahnhof zum Olympiastadion. Die S11 belegte im Bahnhof Olympastadtion grundsätzlich die Gleise 3 und 4.
17.) Die extralangen Doppelwendezüge der S 25 von/nach München Ost fuhren dagegen von den Gleisen 1 und 2 ab.

Siehe auch [Hp Englschalking]

Fotos 1-17: Paul Müller (Isartalbahner)

Karten: Georg Sattler (doku-des-alltags.de)


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